Texte
Vom Überleben der Kleinen in einem Markt der Großen
Zehn Jahre Ch. Links Verlag
(Beitrag für den Band "Über unsere Bücher läßt sich streiten", Berlin 1999)
Knapp ein Jahr nach unserer Gründung im Dezember 1989 fuhren wir auf die Frankfurter Messe, um unser Startprogramm zu präsentierten. Die Begrüßung dort war überaus freundlich, mitunter sogar beängstigend überschwenglich. Kein Wunder. Es war der 3. Oktober 1990. Der erste Messetag fiel auf den Tag der deutschen Einheit.
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Ein Verlag mit klarem Profil
Zwanzig Jahre Ch. Links Verlag
(Beitrag für den Band "Mit Links überleben", Berlin 2009)
Am Beginn des zweiten Jahrzehnts stand die Frage, wie es inhaltlich
weitergehen soll. Reichte der bisher gesetzte Rahmen
von Sachbüchern zur Politik und Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts,
um den Verlag langfristig stabil zu halten und möglichst
auch wachsen zu lassen, oder wäre es nicht sinnvoller, ein zweites
Standbein zu entwickeln, etwa mit Belletristik?
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Was blieb vom Leseland DDR?
In: "Aus Politik und Zeitgeschichte" 11/2009
Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament", Berlin 9.3.2009
Die DDR nahm für sich gern in Anspruch, ein ausgesprochenes "Leseland" zu sein. Tatsächlich waren sowohl im Vergleich zur Bundesrepublik als
auch in den osteuropäischen Staaten die Zahlen für den Zeitaufwand des Lesens, für den Buchkauf und die Nutzung von Bibliotheken vergelichsweise hoch.
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15 Jahre deutsche Einheit - Ein kritischer Rückblick
Vortrag zur Lesereise durch Südamerika im November 2005
Mit dem Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 war das Ziel verbunden, möglichst bald ein einheitliches Staatsgebilde zu formen und vergleichbare Lebensverhältnisse
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Die Mauer in den Köpfen
Kulturelle Differenzen zwischen Deutschland (Ost) und Deutschland (West)
(Vortrag im Goethe-Institut Barcelona, 2002)
Auch gut zehn Jahre nach der Vereinigung der DDR mit der Bundesrepublik Deutschland ist eine kulturelle Differenz zwischen Ost und West klar erkennbar. Dies wird wohl noch für mindestens eine Generation so bleiben. Auf diese Unterschiede soll hier am Beispiel der Buchlandschaft eingegangen werden.
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Geburtshelfer Zensur
Warum ich nicht Verleger werden wollte und es dann doch geworden bin
(Beitrag für den Band "Ausgerechnet Bücher. 31 verlegerische Selbstporträts", Berlin 1998)
Eigentlich wollte ich nie Verleger werden. Das Beispiel meiner Eltern schreckte zu sehr. Im Monat meiner Geburt, im September 1954, begann mein Vater als frisch diplomierter Germanist im Verlag Volk und Welt Berlin als Lektor
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Chronik eines ungeplanten Abganges
Mein Wechsel von der Berliner Zeitung zum Aufbau-Verlag 1986 geschah nicht ganz freiwillig. Es war eine folgenreiche Weichenstellung.
(Beitrag zur Jubiläums-Ausgabe der Berliner Zeitung im Mai 2005)
Am 5. Dezember 1984 werde ich während des Spätdienstes in der Nachrichtenabteilung zum Chefredakteur Dieter Kerschek gerufen. In seinem Dienstzimmer am Ende der vierten Etage des Hochhauses am Alexanderplatz erwarten mich zwei Offiziere
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Eigene Gefährdungen im Beruf erkennen
Der Ausgleich zur Arbeit muß fest installiert werden
(Beitrag für das Börsenblatt des deutschen Buchhandels im Oktober 2005)
Mit 34 Jahren stand ich am offenen Grab meines Kollegen Kristian Schlosser. Er war gerade 44 geworden und seit einem Jahr Cheflektor des Aufbau-Verlages. Eine Woche zuvor hatte er nach später Heimfahrt einen Herzinfarkt
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